Netzwerk Koloniale Kontexte

Das Netzwerk beschäftigt sich mit Fragen zur digitalen Zusammenführung, Bearbeitung und Sichtbarkeit, sowie zu Nutzungsmöglichkeiten von digitalen Materialien und Daten aus kolonialen Kontexten.

Aktuell

Die nächsten Treffen des gesamten Netzwerks sind für den 22.06.2021, 9:30 Uhr bis 12 Uhr, und den Herbst 2021 geplant, die Arbeitsgruppen koordinieren ihre Arbeitsschritte davon losgelöst selbständig und berichten auf den Plenartreffen über den Stand der Diskussionen und Planungen.

Ziele

Das "Netzwerk für nachhaltige Forschungsstrukturen zur Bearbeitung von Sammlungen und Beständen aus kolonialen Kontexten" beschäftigt sich übergreifend mit Fragen zur digitalen Zusammenführung, Bearbeitung und Sichtbarkeit sowie zu Nutzungsmöglichkeiten von digitalen Materialien und Daten aus kolonialen Kontexten. Dabei sind „koloniale Kontexte“ explizit offengehalten und unterliegen weder einem Zeitschnitt noch einer regionalen Fokussierung (z.B. auf ehemalige deutsche Kolonien).  

Übergeordnetes Ziel ist es, nationale und internationale Akteur*innen ins Gespräch zu bringen, die digitale Zugänge zu relevanten Materialien und Daten aus kolonialen Kontexten benötigen, schaffen oder nachhaltig gewährleisten. Die Beteiligten wollen zur besseren Koordination und Vernetzung von Projekten in den verschiedenen fachlichen wie institutionellen Feldern beitragen, domänenübergreifend Bedarfe ermitteln und perspektivisch Lösungen entwickeln. Dabei sollen insbesondere Insellösungen vermieden, Nachhaltigkeit verbessert und ein respektvoller Umgang mit sensiblen Daten bei gleichzeitiger Transparenz gewährleistet werden können. Darüber hinaus sind zentrale Anliegen, sich über Standards zu verständigen, internationale Kooperationen bzw. Perspektiven besser in der Projektplanung zu verankern und einzubinden, und die Bedarfe und Bedürfnisse der am Netzwerk beteiligten Personen und Institutionen öffentlich zu artikulieren und vertreten.

Mitglieder

Das Netzwerk hat sich im Herbst 2020 gegründet. Zu den Mitgliedern gehören derzeit die Arbeitsgruppe Koloniale Provenienzen des Arbeitskreises Provenienzforschung e.V., das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste, die Fachinformationsdienste Afrikastudien und Sozial- und Kulturanthropologie, die Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland sowie weitere Vertreter*innen von Bibliotheken, Archiven, Museen und Sammlungen, Forschungsförderungs- und -infrastrukturinstitutionen, Provenienzforscher*innen, Wissenschaftler*innen aus der Ethnologie, der Geschichts-, Politik- und Kunstwissenschaft und Expert*innen für Digitalisierung in Wissenschaft und Kultur.

Mitmachen

Das Netzwerk hat sich bereits zweimal virtuell getroffen. Aus diesem Austausch ergab sich der Bedarf für folgende Arbeitsgruppen, die im Februar 2021 ihre Arbeit aufgenommen haben:

AG Drittmittelförderung
Verstetigung der Netzwerkarbeit über Drittmittelförderung, Klärung der finanziellen Grundlage der Netzwerkarbeit sowie einzelner Netzwerkprojekte
Ansprechen: Matthias Harbeck, matthias.harbeck[at]ub.hu-berlin.de

AG 3-Wege-Strategie
Umgang mit der 3-Wege-Strategie der „Kontaktstelle für Kulturgut aus kolonialen Kontexten
Ansprechen: Anna-Maria Brandstetter brandste[at]uni-mainz.de

AG Thesauri
Überblick über und Vernetzung vorhandene/r Thesauri/Vokabulare und Verbesserung übergeordneter Vokabulare (z.B. der Gemeinsamen Normdatei (GND), im deutschsprachigen Raum weit verbreitet, verwendet in Bibliotheken, zunehmend auch in Museen und Projektdatenbanken)
Ansprechen: Fabienne Huguenin, fabienne.huguenin[at]uni-tuebingen.de

AG Internationale Kooperation
Diese Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit internationalen Ansätzen zur digitalen Infrastruktur, um den globalen Zugang zu Informationen, Archiven und Sammlungen im Zusammenhang mit der Kolonialgeschichte zu erweitern. In Veranstaltungen oder Workshops möchte sie dem Bedarf an Austausch und "Übersetzungen" von z.B. kulturellen Kontexten, rechtlichen Rahmenbedingungen und Reflexionsprozessen bei laufenden Projekten nachkommen.
Ansprechen: Larissa Förster, Isabelle Reimann reimanis[at]hu-berlin.de

AG Forschungstool
Aufbau/Ausbau eines kooperativen Forschungstools, Eruierung der vorhandenen Tools auf Grundlage der von den Netzwerker*innen formulierten Bedarfe
Ansprechen: Sarah Elena Link, sarah.elena.link[at]hu-berlin.de, Dominik Huenniger, dominik.huenniger[at]uni-hamburg.de

Das Netzwerk und seine Arbeitsgruppen stehen für weitere Interessierte offen, die an den Themenkomplexen mitarbeiten möchten und einen Bezug zu den angesprochenen Fragen haben. Auch die Etablierung weiterer Arbeitsgruppen ist möglich. Kontakt zum Netzwerk kann über die E-Mail-Adresse Netzwerk.koloniale-kontexte[at]ub.hu-berlin.de aufgenommen werden.