Tagung „Museen zwischen Fakten und Fiktion“

Der Call for Papers für die Tagung „Museen zwischen Fakten und Fiktion“ am 12. und 13. Oktober 2026, am Museum Europäischer Kuturen in Berlin, ist geöffnet. Abstracts Einreichungsfrist: 10.04.2026

Summary

Description

Call for Papers: Tagung „Museen zwischen Fakten und Fiktion“ am 12. und 13. Oktober 2026

Museum Europäischer Kulturen

In Kooperation mit dem Museum Europäischer Kulturen (MEK) der Staatlichen Museen veranstaltet das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) am 12. und 13. Oktober 2026 eine Tagung zum Thema „Museen zwischen Fakten und Fiktion: Fake News, KI und die Vermittlung von Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa“. Die Veranstaltung findet im Museum Europäischer Kulturen in Berlin-Dahlem statt. Vorschläge für Vorträge können bis zum 10. April 2026 eingereicht werden.

Termin: 12. und 13. Oktober 2026

Ort: Museum Europäischer Kulturen, Arnimallee 25, 14195 Berlin

Veranstalter: Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (Oldenburg) in Kooperation mit dem Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin

Tagungssprachen: Deutsch und Englisch

Museen sind Orte der Bewahrung, Interpretation und Präsentation von (im)materiellen Kulturgütern. Sie eröffnen Vermittlungs- und Verhandlungsräume und sind zentrale Akteure im Transfer von Wissen und Erinnerung. Dieser Transfer erfolgt heute nicht mehr nur über Sammlungsobjekte und Ausstellungen, sondern zunehmend auch über digitale Plattformen, partizipative Formate und transkulturelle Netzwerke.

Wie können Museen die Potenziale neuer technischer Entwicklungen sinnvoll und reflektiert integrieren? Hierfür stehen eine Vielzahl neuer Interaktions- und Partizipationsformen zur Verfügung: Digitale Technologien – von Künstlicher Intelligenz (KI) bis Virtual Reality (VR) – erweitern die Möglichkeiten innovativer und barrierearmer Vermittlung.

Gleichzeitig bringt die digitale Öffentlichkeit neue Herausforderungen mit sich: Der virtuelle Raum ist auch ein Ort von Fake News, KI-generierten Bildern und anderen Formen der Desinformation. Museen tragen als Wissensinstitutionen mit hohem gesellschaftlichem Ansehen eine besondere Verantwortung. Als Akteure einer offenen Gesellschaft sensibilisieren sie für diese Gefahren und können einer Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken.

Tagung „Museen zwischen Fakten und Fiktion“ im MEK

Die Tagung „Museen zwischen Fakten und Fiktion: Fake News, KI und die Vermittlung von Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa“ will die vielfältigen Dimensionen der Vermittlung von Wissen und Erinnerung in Museen vor dem Hintergrund neuer digitaler Technologien und KI-gestützter Vermittlungsformate beleuchten und interdisziplinäre Perspektiven auf dieses komplexe Feld bündeln.

Im Fokus sollen die Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa stehen, ein Themenfeld der nationalen Erinnerungskultur, das zugleich die jahrhundertelange Verflechtungsgeschichte von Deutschland und seinen östlichen Nachbarn betrifft. Eingeschlossen sind die Shoa und der von Deutschland begonnene Vernichtungskrieg im Osten sowie, in Folge davon, Flucht, Vertreibung und (Spät-)Aussiedlung der Deutschen ab Herbst 1944. Die internationale Perspektive ist hierbei zentral für eine gemeinsame, zukunftsgerichtete Aufarbeitung und Vermittlung.

Mögliche Fragestellungen

  • Wie können sich Perspektiven und Ausstellungsnarrative verändern, um Museen in (post)digitalen Zeiten für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen und Generationen attraktiv zu machen?

  • Wie können Museen mit geschichtspolitischen Manipulationen oder Gedächtnislücken umgehen?

  • Welche Erfahrungen haben Museen bislang beim Einsatz von digitalen Technologien und KI in der Vermittlung gemacht? Wo zeigen sich Mehrwerte, wo treten Probleme auf? Und wo wären zusätzliche Ressourcen erforderlich?

  • Welche ethischen sowie praktischen Herausforderungen und Risiken sind mit dem Einsatz digitaler Technologien, etwa mit KI-Assistenten, verbunden?

  • Welche Funktion kommt Berichten von Zeitzeug*innen zu, welchen Beitrag können digitale Technologien bei der Präsentation von Zeitzeug*innenberichten leisten?

  • Wie können digitale Technologien und KI dazu beitragen, neue Stimmen in Erinnerungsdiskurse einzubringen? Welche partizipativen, digitalen Formate können den Dialog mit Besuchenden anregen – auch über Generationen und Grenzen hinweg?

  • Welche Projekte der KI-Medienkompetenzschulung gibt es in Museen – intern und extern?

  • Welche Potenziale bieten digitale Infrastrukturen und KI-gestützte Werkzeuge für internationale Kooperationen und eine vielstimmige, pluriperspektivische Aufarbeitung der Vergangenheit?

Erwünscht sind Beiträge zu neuen methodischen und theoretischen Ansätzen ebenso wie Vorschläge, die das Zusammenspiel von Museen, Erinnerung und gesellschaftlichem Wandel aus der Museumspraxis beleuchten.

Call for Papers

Bitte senden Sie einen Abstract (max. 600 Wörter) sowie einen kurzen Lebenslauf bis zum 10. April 2026 per E-Mail an bkge[ at ]bkge.bund.de.

Ausgewählte Beiträge werden als Vorträge (20 Minuten) präsentiert. Kürzere Beiträge in Form von Fallbeispielen sind ebenfalls möglich (10 Minuten Präsentation und 15 Minuten Diskussion).

Reise- und Übernachtungskosten für die Vortragenden werden – vorbehaltlich der Gewährung von Haushaltsmitteln – von den Veranstaltern übernommen.

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