Neues Digitalisierungsprojekt zu ethnologischer Literatur aus 215 Jahren im FID SKA zum 1.1.2021 gestartet

Das DFG-geförderte Projekt "Ethnologische Forschung verfügbar machen: Digitalisierung und Erschließung von Zeitschriften, Schriftenreihen, Monographien und Qualifikationsschriften aus 215 Jahren" läuft zwei Jahre und diskutiert auch die Folgen der Digitalisierung

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Der Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie (FID SKA) setzt seine Digitalisierungsaktivitäten fort: Nach zwei Projekten zur Digitalisierung deutschsprachiger Zeitschriftenliteratur aus den ethnologischen Fächern (siehe die Liste auf digi.evifa.de) sollen diesmal neben weiteren Zeitschriften auch Monographien online verfügbar gemacht werden. Die DFG hat das Projekt im Sommer 2020 bewilligt und inzwischen konnten die Stellen erfolgreich besetzt werden und das Projekt beginnen.

Im Antrag sind folgende Bestände zur Digitalisierung vorgesehen:

  1. Ethnologische Zeitschriften, Schriftenreihen und Mitteilungsblätter bei denen es um Aufsatzliteratur geht, die zum einen durch die Digitalisierung breiter verfügbar gemacht werden, aber vor allem auch durch die Volltexterkennung (OCR) und Erschließung überhaupt sicht- und recherchierbar werden sollen. Dabei sind z.B. die medizinethnologische Zeitschrift Curare, das Jahrbuch für Europäische Ethnologie, die Schriftenreihe Berliner Blätter und die Mitteilungsblätter der Fachgesellschaften (die bislang zwar in Teilen online verfügbar waren, aber unzureichend erschlossen).
  2. Monographienbestände, die vor 1920 erschienen sind und aus Bestandsschutzgründen an der UB der HU Berlin (und an anderen Einrichtungen) nicht für die Fernleihe zur Verfügung stehen. Durch den großen, gut erhaltenen Altbestand der UB der HU Berlin ohne viele Kriegsverluste, wird hiermit jüngeren und schlechter ausgestatteten Einrichtungen deutschland- und weltweit umfassendes auch forschungsgeschichtlich relevantes Material zugänglich werden.
  3. Ethnologische DDR-Qualifikationsschriften, die der Forschung nicht über verbreitete Verlagspublikationen zur Verfügung stehen und bisher teilweise überhaupt nicht von der Forschung wahrgenommen werden konnten.

Das Projekt wird ca. 2 Jahre laufen und soll durch Workshops begleitet werden, die wissenschaftsethische Fragen der Digitalisierung thematisieren und diskutieren (sollten wirklich alle Texte und Bilder aus diesen Kontexten auf diese Weise über ihre Printpublikation hinaus verfügbar gemacht werden? Welche Wege der Kontextualisierung sind hier gangbar und nötig?). Der FID SKA wird über die Fortschritte und die Workshopergebnisse berichten!

Kontakt

Matthias Harbeck

matthias.harbeck[ at ]ub.hu-berlin.de