4 Promotionsstipendien

Die Universität Oldenburg schreibt im interdisziplinären Promotionsprogramm "Gestalten der Zukunft: Transformation der Gegenwart durch Szenarien der Digitalisierung“ 4 Stipendien aus; 15.06.2021

Zukünftige Termine
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Zusammenfassung

Beschreibung

Promotionsprogramm „Gestalten der Zukunft: Transformation der Gegenwart durch Szenarien der Digitalisierung“


Das interdisziplinäre Promotionsprogramm wird von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg in Kooperation mit der Jade Hochschule Wilhelmshaven-Oldenburg-Elsfleth sowie dem Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst durchgeführt und vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert. Angesiedelt am Wissenschaftlichen Zentrum „Genealogie der Gegenwart“ der Universität Oldenburg bietet es einen hervorragenden Rahmen für theoretisch und empirisch ausgerichtete Promotionsvorhaben, die sich aus kultur- und gesell­schaftswissenschaftlichen Perspektiven mit der digitalen Transformation auseinandersetzen.

Das Promotionsprogramm geht davon aus, dass gegenwärtiges Handeln nicht nur von der Vergangenheit, sondern auch von Zukunftsentwürfen beeinflusst wird. Vor diesem Hintergrund sollen die Dissertationen dem Einfluss nachgehen, den – utopische oder dystopische, positive oder negative – Zukunftsszenarien der Digitalisierung auf (wirtschaftspolitische, bildungspolitische, technologische) Maßnahmen und Praktiken haben, die bereits gegenwärtig ergriffen werden, um ‚die Gesellschaft‘, Institutionen und Akteure auf ‚die Zukunft‘ vorzubereiten. Folgende Leitfragen dienen als Orientierungsgrundlage: 1. Wie, unter welchen Bedingungen und in welchen gesellschaftlichen Bereichen (Politik, Bildung, Wirtschaft, Gesundheitswesen usw.) werden welche Bilder einer digitalen Zukunft entworfen? 2. Wie und in welchen Genres, Medien und Institutionen (Parteiprogramme, wissenschaftliche Expertisen, Science Fiction, Schaltzentralen wie z. B. Ministerien) erlangen diese Zukunftsentwürfe eine konkrete, sinnlich fassbare Gestalt? 3. Welche Szenarien setzen sich wo und wann gegen andere Szenarien durch und erlangen Gestaltungsmacht z. B. in politischen Entscheidungen, Bildungsinitiativen oder Krisenpräventionen?

Kulturwissenschaft


Aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive rückt das Programm Alltagspraktiken oder kulturelle Phänomene in den Fokus, die zeitnah dokumentiert und interpretiert werden. Es werden Studien gesucht, die sich Personengruppen wie Digitalen Nomaden oder Preppern widmen, die eine digitale Zukunft antizipiert leben und damit potentiell als ‚Vorbilder‘ auf andere wirken. Es sind ebenso Untersuchungen möglich, die diejenigen Berufsgruppen in den Blick nehmen, die heute die digitalen Alltagspraktiken „von morgen“ entwickeln und im Bereich des Designs Anwendungen und Produkte, z.B. des Smart Homes oder der E-Mobility, gestalten. Die Ethnographie von Laboren und Entwicklungszentren ist dabei ein Bereich, der in die Science und Technology Studies übergeht und hier Fragen danach beantwortet, wie, für welche Menschen mit welchen Bedürfnissen diese Tools entworfen werden und ob es präferierte Ästhetiken gibt, die auf bestimmte gesellschaftliche Gruppen verweisen.

Das Land Niedersachsen fördert das Promotionsprogramm mit insgesamt 15 Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendien (mtl. 1.400 Euro Grundbetrag zzgl. 100 Euro Sachkostenbeitrag und ggf. Kinderpauschale, Laufzeit 3 Jahre).

Zum 1. Oktober 2021 (spätester Antritt des Stipendiums) sollen bis zu 4 Stipendien vergeben werden. Die Arbeitssprache im Kolleg ist Deutsch. Bewerbungen bzw. Projekte in englischer Sprache sind dennoch möglich. Passive Deutschkenntnisse, die die Wissenschaftskommunikation ermöglichen, werden vorausgesetzt.

Von den Bewerber/innen wird ein überdurchschnittlicher, zur Promotion befähigender  Hochschulabschluss in einem der beteiligten Fächer oder einem benachbarten Fach erwartet. Promotionsinteressierte mit einem an einer Fachhochschule erworbenen Masterabschluss werden zu einer Bewerbung ermutigt. Der Bewerbung ist eine konkrete Idee für ein Promotionsprojekt mit Bezug zur Thematik des Programms beizufügen.

Bewerbung

Bewerbungen sollen (bitte in dieser Reihenfolge) umfassen:

1. ein Anschreiben inkl. einer Stellungnahme zur eigenen fachlichen Verortung (insgesamt max. eine Seite);

2. ein etwa 1000 Zeichen umfassendes Abstract des geplanten Promotionsvorhabens, das auch die Anknüpfung an Gegenstand und Fragestellungen des Promotionskollegs deutlich macht;

3. eine max. fünfseitige Skizze des Promotionsvorhabens (exklusive Literaturverzeichnis, das nicht länger als zwei Seiten sein sollte);

4. einen Lebenslauf;

5. Zeugnisse;

6. ein Empfehlungsschreiben einer Hochschullehrerin/eines Hochschullehrers.

Bewerbungen sind bis zum 15.06.2021 in elektronischer Form (als ein einziges pdf-Dokument) an die Sprecher des Promotionsprogramms, Prof. Dr. Thomas Alkemeyer und Prof. Dr. Martin Butler, zu richten: gestaltenderzukunft(at)uni-oldenburg.de

Kontakt

Nähere Informationen

Prof. Dr. Thomas Alkemeyer | Prof. Dr. Martin Butler

gestaltenderzukunft[ at ]uni-oldenburg.de