Workshop

Call for Participation für die Materialwerkstatt Kulturanalyse ‚zukunftsfähiger Wirtschaftsweisen‘ am 13. und 14. Februar 2023 am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie @UniFreiburg; Anmeldung bis 31.10.2022

Zusammenfassung

Beschreibung

Call for Participation

Workshop: Materialwerkstatt – Kulturanalyse ‚zukunftsfähiger Wirtschaftsweisen‘

13.–14. Februar 2023, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Organisation: Lea Breitsprecher M.A., Dr.in Sarah May

Wie realisieren Kulturanthropolog:innen eine Kulturanalyse ‚zukunftsfähigen Wirtschaftens‘. Wie wird Wirtschaft als Konzept nutzbar? Welchen Mehrwert bringt eine kulturanalytische Perspektive auf wirtschaftliche Phänomene im Diskurs um alternative Wirtschaftsweise? In welcher Beziehung stehen ökonomische, soziale und ökologische Werte? – Wir laden zur gemeinsamen „Materialwerkstatt“ ein!

Unser Ausgangspunkt

Kapitalistische Wirtschaftsformen erscheinen im öffentlich-politischen Diskurs als Wiege aber auch als Lösung gegenwärtiger Problemstellungen und Krisen. Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung, große Spannen zwischen Arm und Reich – Phänomene wie diese müssen als Effekte modernen Wirtschaftens verstanden werden und sollen zugleich durch innovativere und zukunftsorientierte Wirtschaftsweisen überwunden werden. Diese streben in ihrer Konzeption eine Verzahnung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Belangen an und werden auf unterschiedlichen Ebenen verhandelt. Auf gouvernementaler Ebene sind das Strategien wie Bioökonomie, circular economy oder das bedingungslose Grundeinkommen; im Kleinen Projekte der Reduktion, der Subsistenz und des Verzichts. Teilweise reproduzieren die Praktiken dominante und kritisierte Wachstumslogiken, loten aber auch ihre Handlungsspielräume aus und geben alternative Codes in das Feld. Für die Kulturanthropologie eröffnen sich hier zahlreiche Forschungsfelder entlang von Alltagspraktiken, Diskursen und Materialitäten, die es zu ethnografieren und kulturanalytisch zu fassen gilt.

Was wir vorhaben

In der interdisziplinären Debatte sehen sich kulturwissenschaftliche Fächer mit der Dominanz modellhafter Theorien der Ökonomik und Soziologie konfrontiert, die immer wieder dazu auffordern, zu reflektieren, wie das Wirtschaftliche für eine Kulturanalyse konzeptualisiert werden kann: Wo liegen hier die Trennlinien zwischen Wirtschaft und Kultur? Wann ist eine Eingrenzung des Wirtschaftlichen, gerade auch in Abgrenzung zu ökologischen und sozialen Werten, analytisch sinnvoll? Welche Zugangsproblematiken entstehen bei der Erforschung wirtschaftlicher Felder? Und welche Herausforderungen ergeben sich aus einer Betrachtung des Wirtschaftens als Zukunftspraktik?

Diesen Fragen möchten wir uns mit Ihnen in einem gemeinsamen Workshop annehmen. Im Sinne einer ‚Materialwerkstatt‘ streben wir einen intensiven Austausch auf der Basis konkreten empirischen Materials an. Beitragende sind dazu eingeladen, Auszüge aus ihrem Feldmaterial in das Plenum zu tragen, zu diskutieren und zu analysieren – ob in offenen Diskussionsrunden oder im Format einer gemeinsamen Kodierung. Zur Vorbereitung erhalten alle Teilnehmenden bereits im Voraus das eingereichte Material und relevante Lektürehinweise.

 

Der Workshop findet am 13. und 14. Februar 2023 statt und ist als Präsenzveranstaltung in Freiburg geplant, Änderungen hierzu müssen wir uns vorbehalten. Bei Interesse schicken Sie bitte ein kurzes Schreiben, in dem Sie Ihre Motivation und Fragen skizzieren und Ihre Forschung umreißen (je max. 300 Wörter) bis zum 31.10.2022 an Lea Breitsprecher (lea.breitsprecher(at)kaee.uni-freiburg.de).

Für Doktorierende und Wissenschaftler:innen ohne universitäre Stelle besteht die Möglichkeit der Kostenübernahme. Schicken Sie bei Bedarf gerne eine Notiz zusammen mit Ihren Einreichungen an uns.

Wir freuen uns auf Ihre Einsendungen!

Kontakt

Nähere Informationen

Lea Breitsprecher

lea.breitsprecher[ at ]kaee.uni-freiburg.de