Kontinuitäten? ‚Museumspflege' im Nationalsozialismus

Symposium mit Exkursion, veranstaltet vom LVR-Freilichtmuseum Lindlar und dem Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen @AFMOerling, Anmeldung noch bis 3. Mai 2022 möglich.

Zusammenfassung

Beschreibung

Das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen und das LVR-Freilichtmuseum Lindlar veranstalten am 19./20. Mai 2022 das Symposium „Kontinuitäten? ‚Museumspflege' im Nationalsozialismus" zu dem wir Sie herzlich einladen.

Thematisiert wird die nationalsozialistische „Gleichschaltung" der (Heimat-)Museen in Deutschland sowie deren Strategien und Ziele. Es zeigt die Folgen auf und hinterfragt Kontinuitäten, die oft unreflektiert bis in die Gegenwart hineinwirken.

Wir erheben keine Teilnahmegebühr und Anmeldungen sind bis zum 3. Mai 2022 möglich.

Programm

(siehe auch hier)

19. Mai 2022

Vorträge und Kurzpräsentationen des Symposiums „Kontinuitäten? Museumspflege im Nationalsozialismus"

09.00 Uhr: Begrüßung (Karl Banghard, Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen & Michael Kamp, LVR-Freilichtmuseum Lindlar)

09.20 Uhr: Versammlungsort der Landstände – nationalsozialistischer Thingplatz – Bauerndenkmal. Die Geschichte des Hösseringer Landtagsplatzes und ihre Darstellung im Museum (Dr. Ulrich Brohm, Museumsdorf Hösseringen – Landschaftsmuseum Lüneburger Heide)

09.50 Uhr: Oskar Suffert: Nachkriegs-Museumspolitik eines völkischen Vorkämpfers (Karl Banghard, Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen)

10.00 Uhr: Museumsmacher im Nationalsozialismus. Das Beispiel Heinrich Ottenjann (Dr. Michael Schimek, Museumsdorf Cloppenburg – Niedersächsisches Freilichtmuseum)

10.30 Uhr: Die Sammlungen des Bergischen Geschichtsvereins in Wuppertal im NS-Fokus (Thomas G. Halbach, Bergischer Geschichtsverein)

10.40 Uhr: Kaffeepause

11.00 Uhr: „Prof. Dr." Dr. Rudolf Stampfuß – Charismatischer Archäologe, verwobener NS-Funktionär, Museumsmann. Ein Beitrag zu einer schillernden Persönlichkeit in wechselhaften Zeiten (Dr. Peter Theißen, Museum Voswinckelshof, Dinslaken)

11.10 Uhr: Von der Privatsammlung des Pastors zum Heimatmuseum im Gau Weser-Ems (Dr. Andreas Eiynck, Emslandmuseum Lingen)

11.40 Uhr: Gemeinsame Mittagspause

13.00 Uhr: Aspekte der nationalsozialistischen „Museumspflege" in der Rheinprovinz (Michael Kamp, LVR-Freilichtmuseum Lindlar)

13.30 Uhr: Ursprünge der Idee des Freilichtmuseums in Detmold (Prof. Dr. Uta Halle, Focke-Museum, Bremen)

14.00 Uhr: Der „Schützer heimischen Kulturgutes" – Paul Hubert Pesch, ehrenamtlicher Leiter des Propsteimuseums Zülpich 1920–1970 (Hans-Gerd Dick, Stadt Zülpich)

14.10 Uhr: Reichspfleger der badischen Heimatmuseen: Hans Rotts Museumspolitik im Dienst des Nationalsozialismus (Brigitte Heck, Badisches Landesmuseum Karlsruhe)

14.40 Uhr: Kaffeepause

15.00 Uhr: Geplante Gemeinschaft. Das Dorfgemeinschaftshaus in Büren-Wewelsburg (Dr. Erik Beck, Kreismuseum Wewelsburg)

15.10 Uhr: Historische Hypotheken bei der Gründung Baden-Württembergischer Freilichtmuseen (Thomas Naumann, Museumsleiter i.R.)

15.30 Uhr: Das ehemalige „Thüringer Ärztehaus" in Weimar. Bleiglasfenster als Medien einer nationalsozialistischen Inszenierung (Lilli Hallmann, Bauhaus-Universität Weimar)

15.50 Uhr: Im windigen Schatten von Prof. Hermann Schilli. Kritische Würdigung eines unfehlbaren Museumsgründers (Thomas Hafen, Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof)

16.20 Uhr: Abschlussdiskussion

20. Mai 2022

Exkursion nach Nümbrecht und Waldbröl im Oberbergischen Kreis

Kontakt

Anmeldung bei

LVR-Freilichtmuseum Lindlar

freilichtmuseum-lindlar[ at ]lvr.de