Was macht der FID?

Hier finden Sie Hintergrundinformationen und eine Beschreibung zu den Tätigkeiten des Fachinformationsdienstes Sozial- und Kulturanthropologie (FID).

EVIFA Literatursuche

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Beschreibung

Der Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie (FID SKA) ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt im Rahmen der Förderlinie "Fachinformationsdienste für die Wissenschaft". Es wird seit dem 1.1.2016 in der Nachfolge des Sondersammelgebiets (SSG) Volks- und Völkerkunde an der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität (UB der HU Berlin) betrieben. Seit dem 1.1.2019 läuft die zweite Förderphase des FID SKA - diesmal als Kooperation der UB der HU Berlin mit dem Datenservicezentrum Qualiservice der Universität Bremen -, sie endet am 31.12.2021.

Im Rahmen des SSG wurde von 1998 bis zum 31.12.2015 deutsche und internationale Literatur aus der Sozial- und Kulturanthropologie möglichst vollständig gesammelt und deutschlandweit zur Verfügung gestellt. Zudem baute sie zwischen 2003 und 2007 mit DFG-Mitteln die virtuelle Fachbibliothek für die ethnologischen Fächer - EVIFA - auf, die bis heute betreut und ausgebaut wird.

Der Fachinformationsdienst fokussiert sich auf die Erwerbung fachhistorischer und theoretisch-methodischer Literatur aus den sozial- und kulturanthropologischen Fächern (national wie international) sowie auf die  Forschung aus dem deutschsprachigen Raum. Er steht aber auch allen Anschaffungswünschen aus der Forschung gegenüber offen. Daneben bemühen wir uns in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Lizenzierung um die Aushandlung von überregionalen elektronischen Lizenzen für den direkten Zugriff für die Fachcommunity. Bisher wurden z.B. mehrere Pakete der Filmdatenbank Ethnographic Video Online (Alexander Street) lizenziert. Die Pakete III und IV wurden als Campuslizenzen gekauft und stehen damit an den meisten ethnologischen Universitätsinstituten zur Verfügung. Die Pakete I und II, aber auch Journals und E-Books des Verlags Berghahn, sind vor allem per Einzelregistrierung zugreifbar. Hierfür kann sich jeder Nutzer unter sozialundkulturanthropologie.fid-lizenzen.de anmelden und wird dann von den Fachgesellschaften oder dem FID für die einjährige Nutzung der lizenzierten Ressourcen freigeschaltet. Details zu den Lizenzen finden Sie hier.

Um ethnologische Ressourcen für die Forschung sichtbarer zu machen, sollen zudem zum einen deutschlandweit vorhandene, unzureichend erfasste Nachlässe von Ethnologinnen und Ethnologen im Nachlassverzeichnis Kalliope verzeichnet und zum anderen die Möglichkeiten der Verschlagwortung ethnologischer Fachliteratur und Daten durch eine Überarbeitung und Ergänzung der Gemeinsamen Normdatei (GND), die in deutschsprachigen Nachweisinstrumenten stark verbreitet ist, verbessert werden.

EVIFA bleibt zentrales Fachportal um ethnologische Informationen zu finden und Zugriff auf Lizenzen und Digitalisate aus unseren Digitalisierungsprojekten (digi.evifa.de) zu bekommen. Im Zuge des Projektes sollen die Oberfläche und die Funktionalitäten (insbesondere Suchkomfort und Datenbasis) verbessert und modernisiert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Vorantreiben der Diskussion zum Umgang mit Forschungsdaten und Forschungsdatenmanagement in der Sozial- und Kulturanthropologie sowie die Bereitstellung von Archivierungs- und Nachnutzungsmöglichkeiten qualitativer Daten über Qualiservice. Am Datenservicezentrum in Bremen wird in Kürze auch eine Beratungsstelle für die ethnologische Forschung angesiedelt sein, die Projekte im praktischen Umgang mit der Datenarchivierung betreuen kann.

Ihre Anregungen und Wünsche für unsere Arbeit im FID sind sehr willkommen!

 

Hintergrundinformationen

An der UB der HU bildet insbesondere der Altbestand aus der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR, deren Bibliothek in der DDR den Sammelschwerpunkt Volkskunde betreut hatte, eine sehr gute Grundlage für den ethnologischen Bestand. Hinzu kommen der volks- und völkerkundlichen Altbestand in der Zentralen UB und auch der hervorragende, vor allem volkskundliche Bestand der ehemaligen Zweigbibliothek Europäische Ethnologie. Seit 2009 finden sich diese Sammlungen im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum - hier können Sie auch auf die umfassenden lizenzpflichtigen elektronischen Ressourcen des FID zugreifen.

 

Lange Zeit wurden Volks- und Völkerkunde im SSG-System getrennt verwaltet, wobei die Volkskunde eine Unterkategorie der Germanistik war. Dies entspricht der Situation der Fächer Ethnologie und Volkskunde, die in Deutschland als getrennte Fächer mit eigenständigen Forschungstraditionen zu behandeln sind. Außerhalb der deutschsprachigen Länder gibt es diese fachliche Unterscheidung so jedoch nicht, so dass die Zuordnung ausländischer Literatur sehr willkürlich erfolgen musste. Daher sind seit 2004 die SSGs zumindest in der Verwaltung und im Berichtswesen zusammengelegt. Seitdem war das SSG Volks- und Völkerkunde also für beide Fächer zuständig. Der FID Sozial- und Kulturanthropologie spiegelt diese Fächertraditionen in seinem Namen wider und betreut mit der Virtuellen Fachbibliothek Ethnologie EVIFA ein Portal mit Doppelzuständigkeit.

 

 

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Das Sammlungsprofil des FIDs