Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in am Institut für Ethnologie

Am Institut für Ethnologie und Ethnologische Sammlung ist für die Dauer von 2 Jahren zum 01.04.2021 eine Stelle als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (w/m/d) - Entgeltgruppe 13 TV-L - mit 100% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (z.Zt. 39,8 Wochenstunden) zu besetzen.

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Zusammenfassung

Beschreibung

Das Projekt Die ausgeschriebene Stelle zählt zum Forschungsprojekt „Die neue Brisanz alter Objekte - Erschließung unbearbeiteter Konvolute in der Ethnologischen Sammlung der Georg-August-Universität Göttingen". Sie ist gefördert aus den Mitteln des Niedersächsischen Vorab.

Die Ethnologische Sammlung der Universität Göttingen ist eine der bedeutendsten Lehr- und Forschungssammlungen im deutschsprachigen Raum. Ihre Anfänge reichen bis in die Zeit der Aufklärung zurück. Aktuell zählen zu ihrem Bestand ca. 18.000 Objekte aus allen Kontinenten. Dazu kommen Gemälde, Drucke, historische Fotografien sowie kostbare Archivalien. Aufgrund einer anstehenden Gebäudesanierung ist die Sammlung seit Mai 2018 für die Öffentlichkeit geschlossen. Im Anschluss an die Sanierung ist unter anderem die Einrichtung einer neuen Dauerausstellung vorgesehen. Ziel des Projektes ist die forschungsorientierte kuratorische Unterstützung der Planungsarbeiten zur neuen Dauerausstellung. Hierzu sollen bisher unbearbeitete Konvolute der Sammlung erschlossen und im Folgenden in das bestehende Ausstellungskonzept eingepasst werden.

Neben der wissenschaftlichen Objekterschließung und der kuratorischen Mitarbeit zählt das Verfassen von Ausstellungstexten sowie die organisatorische und inhaltliche Unterstützung bei einer vorgesehenen Publikation zu den Aufgaben der*des Stelleninhaber*in. Bei den Objektrecherchen ist ein Schwerpunkt auf sogenannten „sensiblen" Objekten vorgesehen. Vor allem soll der vorhandene Sammlungsbestand erforscht werden, der aus den ehemals zum deutschen Kolonialgebiet zählenden Regionen der heutigen Nationalstaaten Togo und Kamerun stammt. Auch Bestände aus Australien sind vorrangig zur Aufarbeitung vorgesehen. Mittel zur Kooperation mit Personen aus den Herkunftsregionen sind im Projekt eingestellt.

Ihre Aufgaben:

Die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber soll zur Sammlungserschließung und Provenienzforschung sowohl eigenständig recherchieren als auch die Ergebnisse teamorientiert in die Arbeiten zur vorgesehenen Ausstellung einpassen. Weiterhin zählt die Kooperation mit Personen aus Herkunftsgesellschaften zu Ihrem Kompetenzbereich. Neben forschungsbezogenen Aufgaben im Rahmen historischer und gegenwartsbezogener Sammlungsarbeit unterstützen Sie die kuratorische Arbeit in aller Breite (wissenschaftliche Recherche, Organisation, Texterstellung sowohl für ein Fach- als auch für ein allgemeines Publikum etc.).

Ihre Qualifikationen:

Sie haben ein sehr gut bis gut abgeschlossenes Hochschulstudium in Ethnologie, Kulturanthropologie oder einem für den Forschungs- und Arbeitskontext relevanten Fach und interessieren sich für materielle Kultur, Sammlungsgeschichte und Ausstellungspraxis. Sie verfügen über Erfahrungen im Museumsbereich und haben idealerweise bereits Kenntnisse zur Geschichte und Ethnographie Kameruns und Togos. Sie sind mit wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Debatten zu ethnologischen Sammlungen, insbesondere mit Blick auf sensible Objekte, vertraut. Neben der deutschen Sprache verfügen Sie über sehr gute Kenntnisse des Französischen und des Englischen. Sie verstehen es, sich in unterschiedliche thematische und regionale Bereiche gegebenenfalls auch neu einzuarbeiten, in der vorhandenen Sammlung forschungsorientiert tätig zu werden und die Ergebnisse in den Kontext der geplanten Ausstellung einzupassen.

Die Universität Göttingen strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Sie versteht sich zudem als familienfreundliche Hochschule und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft/Beruf und Familie. Die Universität hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen Schwerbehinderter erhalten bei gleicher Qualifikation den Vorzug.

Ihre Bewerbung:

Bitte senden Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, CV, ggf. Angaben zur bisherigen Museumserfahrung sowie zu Erfahrungen in der Provenienzforschung) bis zum 30.10.2020 in elektronischer Form an: ethno@gwdg.de. Bitte reichen Sie Ihre Unterlagen ausschließlich als pdf-Dokument ein. Für weitere Auskünfte zur Stelle steht Ihnen Dr. Michael Kraus unter mkraus@gwdg.de gerne zur Verfügung. Hinweis: Wir weisen darauf hin, dass die Einreichung der Bewerbung eine datenschutzrechtliche Einwilligung in die Verarbeitung Ihrer Bewerberdaten durch uns darstellt. Näheres zur Rechtsgrundlage und Datenverwendung finden Sie im Hinweisblatt zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Kontakt

Nähere Informationen

Dr. Michael Kraus

mkraus[ at ]gwdg.de