Un-/Sichtbarkeit der Migration. Zugänge der visuellen Anthropologie

Ob Dokumentarfilme über das Leben in ‚Problemkiezen‘, Selfies von der Flucht, Wahlplakate oder Fotografien in Printmedien und Online-Formaten – visuelle Konstruktionen nehmen in der vielschichtigen Debatte um Migration eine zentrale Rolle ein.

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Zusammenfassung

  • Was Call For PapersUn-/Sichtbarkeit der Migration. Zugänge der visuellen Anthropologie
  • Wann bis (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo LMU München
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Beschreibung

Visuelle Konstruktionen von Migration und Migrant_innen erschöpfen sich dabei nicht in schlichter Repräsentationsarbeit. Je nach Medium unterliegen sie Darstellungskonventionen, (de-)privilegieren Inhalte auf Basis eines thematischen Zuschnitts und verfolgen ein spezifisches Narrativ. Zugleich reproduzieren sich in visuellen Konstruktionen Ordnungsweisen und Kategorisierungen von Migration, Stabilisierungen und Befragungen von identitätsbezogenen Vorannahmen sowie asymmetrische Machtbeziehungen – sowohl zwischen thematisierten und visuelle Repräsentationen konsumierenden Milieus als auch zwischen Darstellenden und Produzierenden. Der Workshop möchte diese Sortierungen entlang des Gegensatzpaares sichtbar/unsichtbar diskutieren und den Fokus auf das Dazwischen und damit auf die Frage legen, wie Migration und Migrant_innen in visuellen Konstruktionen thematisiert und verhandelt werden. Welche Aspekte der Migration werden fokussiert, welche bleiben unbeleuchtet? Von besonderem Interesse sind dabei jene Arbeiten der visuellen Anthropologie, die über die reine Bildanalyse hinausgehen und visuelle Konstruktionen in Zusammenhang mit ihren Produktions- und Verwendungskontexten, sowie dem politischen Referenzsystem gesellschaftlicher Exklusion/Inklusion analysieren. Im Rahmen des interdisziplinären Workshops sollen Positionen zu folgenden Fragen erarbeitet werden:


- Wie wird Migration in medialen Repräsentationen sichtbar gemacht? Inwiefern korrelieren diese Darstellungen mit gesellschaftlichen Selbstverständigungen bzw. lassen sich als solche greifen?
- Gibt es Veränderungen und Konjunkturen in der Geschichte der visuellen Darstellung von Migration?
- Wie lässt sich ein medial präformiertes Sehen der Migration theoretisch und als soziokulturell konstruierte Praxis fassen?
- Welche Ansätze lassen sich in der visuellen Anthropologie ausmachen, um Pluralität und Heterogenität als konstitutive Faktoren moderner Gesellschaften sichtbar zu machen?
 
Ziel des Workshops ist neben der theoretischen und methodologischen Reflexion die intensivere Vernetzung zwischen Wissenschaftler_innen und denjenigen, die im Bereich visueller Kommunikation und der Entwicklung medialer Repräsentationen von Migration tätig sind. Der Workshop ist als interaktives Format konzipiert – neben Beiträgen der Teilnehmenden wird es ein Filmscreeing inkl. Gespräch mit den Regisseur_innen, Keynotes von Heidrun Friese (Chemnitz) und Christine Bischoff (Kiel) und einen Besuch der Ausstellung „Migration bewegt die Stadt“ mit anschließendem Kurator_innengespräch geben. Der Call for Papers richtet sich im wissenschaftlichen Feld explizit an Nachwuchswissenschaftler_innen, Doktorand_innen und fortgeschrittene Masterstudierende. Der Workshop findet vom 01.-03. August 2019 an der LMU München statt. Wir freuen uns über die Einsendung von Abstracts (max. 250 Wörter) für etwa 15-minütige Beiträge zzgl. einer biographischen Notiz bis zum 28. Februar 2019 per E-Mail an verena.eberhardt@lmu.de und jan.lange@uni-tuebingen.de. Eine Rückmeldung über die Annahme erfolgt bis zum 10. März 2019. Die Kosten für die An- und Abreise sowie Übernachtungen werden übernommen.

 

Kontakt

Nähere Informationen

Verena Eberhardt und Jan Lange

verena.eberhardt[ at ]lmu.de und jan.lange[ at ]uni-tuebingen.de