Call for Papers: Graduiertenworkshop „Esskulturen der Vergemeinschaftung“

Call for Papers für den Graduiertenworkshop „Esskulturen der Vergemeinschaftung“, der vom 11. bis 13.09.2019 im Kurhaus Trifels in Annweiler-Bindersbach stattfindet. Bewerbungsschluss ist der 31.05.2019.

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Zusammenfassung

Beschreibung

Essen verbindet, die geteilte Mahlzeit ist eine universal verbreitete Urform der Gemeinschaft. Essen kann jedoch (insbesondere in Situationen der Nahrungskonkurrenz) auch vereinzeln, denn das, was einer isst, kann der andere nicht mehr essen. Aber auch Formen und Arten des Essens und der Ernährung können trennen und isolieren. Welche Formen der Vergemeinschaftung und Vergesellschaftung gemeinsames Essen schafft, welche sozialen Rangordnungen (und ggf. auch Trennungen/ Ausgrenzungen) dabei hergestellt werden, welche Rolle Symbole, Rituale und Dinge dabei spielen, soll Thema eines geplanten Graduiertenworkshops sein, der vom 11. – 13. September 2019 im Kurhaus Trifels durchgeführt werden wird.

Neben Praktiken des Essens werden die materiellen Bedingungen von Mahlzeiten im Fokus stehen. Aus sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive soll diskutiert werden, welche Rolle Dinge beim (gemeinsamen) Essen spielen: Die Auswahl der Nahrungsmittel selbst, ihre Transformation vom Rohen ins Gekochte, die Selektion zwischen Unreinem und Reinem, von Nicht-Essbarem und Essbarem, aber auch die unzähligen Gegenstände, vom Besteck über das Tischtuch bis zu Serviette und Menükarte, welche Esskulturen begleiten und kennzeichnen, sollen Gegenstand der Diskussion sein. Ziel des Workshops ist es, sozial-, kultur-, religions-, literatur- und medienwissenschaftliche Ansätze über das Essen und seine Auswirkungen auf soziale (Un-)Ordnungen sowie die Konstitution und Performanz (kollektiver) Identitäten ins Gespräch zu bringen.

Der Graduiertenworkshop findet im Rahmen des Verbundforschungsprojekts „Esskulturen. Objekte, Praktiken, Semantiken“ statt, das vom Bundesministerium für Forschung und Bildung in der Programmlinie „Sprache der Objekte“ gefördert und von der Universität Koblenz-Landau koordiniert wird.

Im Rahmen des Workshops wird besonderes Gewicht auf die thematischen Schwerpunkte der Teilprojekte gelegt werden. Es sollen daher insbesondere selektive und integrative Praktiken des Essens sowie elitäre Esskulturen (u.a. der bürgerlichen Kultur des 19. und 20. Jahrhunderts) zur Diskussion stehen. Die Teilnehmerzahl an dem Workshop ist begrenzt. Die Kosten für die Unterkunft werden übernommen, Reisekosten können leider nicht erstattet werden. Bewerbungen mit einer Projektskizze (max. 2.000 Anschlägen) sowie einem kurzen CV werden bis zum 31. Mai 2019 in einer pdf-Datei erbeten an: steinicke@uni-koblenz.de.

Kontakt

Anmeldung bei

Marion Steinicke

steinicke[ at ]uni-koblenz.de

Nähere Informationen

Marion Steinicke

steinicke[ at ]uni-koblenz.de