Food lokal/global in Bewegung: Politiken und Praktiken 28.-29.03.2019 Freie Universität Berlin

Ernährung ist eines der zentralen Felder, in denen sich Sozialität und kulturelle Selbstverortungen von Gesellschaften beobachten lassen. Nahrungsmittel sind alltägliche Notwendigkeiten, Waren und gleichzeitig Distinktionsmittel. Nahrungsmittel und ihre Zubereitung sind eng verwoben mit Lebensstilen, Konsumgewohnheiten sowie mit Definitionen von gesundem und ungesundem Leben.

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Zusammenfassung

  • Was WorkshopFood lokal/global in Bewegung: Politiken und Praktiken 28.-29.03.2019 Freie Universität Berlin
  • Wann bis (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Freie Universität Berlin, Boltzmannstr. 1 (U-Bahn Freie Universität (Thielplatz)
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Beschreibung

Ernährungskulturen sind gebunden an Traditionen und gleichzeitig Produkt vielfältiger Einflüsse: Es gibt kein Rezept, das nicht in seiner Zutatenliste, in Zubereitungstechniken und -utensilien Beiträge verschiedener lokaler, regionaler und nationaler Küchen beinhaltet. Neue Produkte werden importiert, in den Verbrauch aufgenommen und oft zu einem späteren Zeitpunkt an die Landwirtschaft angepasst. Gleichzeitig birgt der Umgang mit Nahrungsmitteln, ihre Produktion, Vermarktung und Verarbeitung erhebliches politisches Konfliktpotenzial.

Food policies (Essens-, Lebensmittel- oder Nahrungsmittelpolitiken) beinhalten Aushandlungen und Regelungen, wie Lebensmittel produziert, verarbeitet, vertrieben und verkauft werden. Dies umfasst die Entscheidungsfindung in Bezug auf Produktions- und Verarbeitungstechniken, Marketing, Verfügbarkeit, Nutzung und Verbrauch von Lebensmitteln. Food policies sind auf unterschiedlichen Ebenen wirksam: beobachtbar sind Aktivitäten von lokalen Produzent/innen, nationalen Regierungen und transnationalen Industrien bis hin zu internationalen Organisationen. Sie umfassen u. a. die Regulierung von Lebensmittelindustrien, die Festlegung von Förderkriterien für Nahrungsmittelhilfsprogramme, die Gewährleistung von Lebensmittelsicherheit, die Kennzeichnung von Lebensmitteln und sogar die Qualifikation eines Produkts, das als ökologisch angesehen werden kann.

Food practices (Essens-, Lebensmittel- oder Nahrungsmittelpraktiken) beziehen sich auf unsere Beziehung zu Essen: was wir essen, wie wir essen, und wie wir über essen interagieren. Essentiell ür food practices sind die vorhanden Zutaten/Lebensmittel: Welche Nahrungsmittel werden angebaut, welche importiert, woher stammen sie? Praktiken von Ernährung und Essgewohnheiten in verschiedenen Kontexten sind komplex: Die Wahl der Nahrungsmittel wird durch kulturelle Werte und Gewohnheiten beeinflusst und ist ein wichtiger Teil der Konstruktion und Aufrechterhaltung von kulturellen Identitäten. Essen ist aber nicht nur eine private lebenserhaltende Praktik und ein kultureller Lebensstil, sondern auch mit food policies und gesellschaftlichen Machtprozessen verbunden.


Donnerstag, 28.03.2018

15:00-16:30 Uhr Mitgliederversammlung der GfE (intern)
Moderation: Beate Binder, Karoline Noack

16:30-17:00 Uhr Kaffeepause

17:00-18:00 Uhr Eröffnungsvortrag
Moderation: Karoline Noack, Stephanie Schütze
The Politics of the Everyday: Changing the Global Food Regime Through Local Food Practices
Gülay Caglar (Freie Universität Berlin)

18:00-19:00 Panel 1: Food policies and body policies
Moderation: Stephanie Schütze

Food Quality labels and Agri-Environmental Governance: The Emergence of Heterogeneous Policy Assemblages
Gisela Welz (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Food Practices as Body-Politics in Globalising Vietnam
Judith Ehlert (Universität Wien)

19:00 Uhr Empfang

Freitag, 29.03.2018

10:00-11:30 Uhr Panel 2: Food safety: policies and practices
Moderation: Karoline Noack

Ernährungssouveränität auf dem Teller: Praktiken der Mahlzeit in Kenia
Meike Brückner (Humboldt-Universität zu Berlin)

Der Slogan der Ernährungssouveränität in der brasilianischen Frauenbewegung Marcha das Margaridas
Renata Motta (Freie Universität Berlin)

‘It’s safe, fresh and delicious’: The promotion of local food in contemporary Japan
Cornelia Reiher (Freie Universität Berlin)

11:30-12:00 Kaffeepause

12:00-13:00 Uhr Panel 3: Food production and global entanglements
Moderation: Beate Binder

Assembling Rice Production Systems across Burkina Faso & Uruguay. An Ethnographic Collage
Janine Hauer und Ruzana Liburkina (Humboldt-Universität zu Berlin)

Essen als Arzneimittel? Gates bessere Bananen für Afrika
Sandra Calkins (Freie Universität Berlin)

13:00-14:00 Uhr Mittagessen

14:00-15:30 Uhr Panel 4: Local food practices
Moderation: Beatrix Hoffmann

Relating through Food - Emotions, Empathy, and Foodways in Papua New Guinea
Anita von Poser (Freie Universität Berlin)

Exquisit, exklusiv, fremd? Diplomaten, Medizintouristen und die Esskulturen in Bad Godesberg
Clemens Albrecht (Universität Bonn)

Heritage Foodways as Matrix for Cultural Resurgence: Evidence from rural Peru
(Raúl Matta, Taylor’s University, Malaysia)

15:30 Uhr-16:00 Uhr Kaffee und Abschlussworte
Moderation: Karoline Noack, Stephanie Schütze

Anmeldungen bis zum 28.02.2019 bitte an folgende Email-Adresse: food.in.bewegung@gmail.com

Kontakt

Nähere Informationen

food.in.bewegung[ at ]gmail.com