Einladung zum Workshop "Kleine Fächer - große Wirkung?"

Einladung zum Abschlussworkshop des Verbundprojekts "Vernetzt lernen, forschen, vermitteln", der am 23. und 24. Mai 2019 im Landesmuseum Württemberg, Stuttgart, zum Thema "Kleine Fächer – große Wirkung? Zur Nachhaltigkeit von Kooperationen zwischen Museen, Archiven und Universitäten" stattfinden wird. Anmeldeschluss ist der 28. April 2019.

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Zusammenfassung

  • Was WorkshopEinladung zum Workshop "Kleine Fächer - große Wirkung?"
  • Wann bis (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
  • Termin herunterladen iCal Datei herunterladen

Beschreibung

Kleine Fächer leisten exzellente Forschung und Lehre. Sie produzieren in ihrer Vielfalt Wissen, das hilft, gesellschaftliche, politische und auch technologische Herausforderungen in ihrer Entwicklung zu verstehen und einzuordnen. In den großen Förderstrategien der Exzellenzinitiativen finden sie jedoch nur selten einen Platz. Deshalb schufen Bund und Länder in den letzten Jahren Instrumente zur Stärkung kleiner Fächer. Vor allem durch interdisziplinäre und institutionelle Vernetzung inner- und außerakademischer Institutionen kann diese Stärkung erfolgen.


Im Rahmen des Verbundprojekts „Vernetzt lernen, forschen, vermitteln. Eine Kooperation volkskundlicher Sammlungsinstitutionen mit Universitäten“ (2017 – 2019) wurden gemeinsame Bearbeitungsfelder bestimmt und diesbezüglich intensive Erfahrungen gesammelt. Basierend im Fächerkanon der Kulturanthropologie / Empirischen Kulturwissenschaft / Postvolkskunde, weisen die Ergebnisse und die mit ihnen aufgeworfenen Fragen über diese Fachgrenzen hinaus und sind auch für andere Kleine Fächer von Interesse:
Wie kann Vernetzung und Zusammenarbeit zuverlässig gelingen? Welche Ressourcen müssen in der Förderphase bereitgestellt, welche Strukturen aufgebaut werden, damit Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Institutionen außerhalb und innerhalb der Universität den Förderzeitraum überdauert und so zu einer nachhaltigen Stärkung der Fächer innerhalb der Hochschullandschaft führt und der gesellschaftliche Wissenstransfer gelingt?


Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Abschlusstagung des Verbundprojektes „Vernetzt lernen, forschen, vermitteln“. In Workshops und einer öffentlichen Gesprächsrunde werden unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte vertiefend diskutiert. Ziel der Tagung ist ein intensiver Austausch über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit sowie zur Entwicklung von Ressourcen und Strukturen für eine nachhaltige Vernetzung und Stärkung Kleiner Fächer. Darüber hinaus sollen Positionsbestimmungen und Vorschläge für künftige Kooperationen und Förderformate erarbeitet und in Form eines Abschlusspapiers kommuniziert werden. Diese Stellungnahme wird die Ergebnisse der Workshops aufgreifen und soll an die zuständigen Ministerien in Bund und Ländern übermittelt werden.
Die Tagung richtet sich an ein Fachpublikum aus sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlichen „kleinen“ Fächern, vor allem an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der Vernetzung zwischen inner- und außerakademischen Institutionen arbeiten und diese voranbringen möchten.
Anmeldung bitte mit Angabe der gewünschten Fokusgruppen für Workshop 1 und 2 bis spätestes 28. April 2019 per mail bei Karin Bürkert (karin.buerkert@uni-tuebingen.de).

Programm

Donnerstag, 23.Mai

13.30 Uhr
Begrüßung und einleitende Worte
Prof. Dr. Cornelia Ewigleben und OrganisatorInnen

14.00 Uhr
Prof. Dr. Markus Hilgert: Kleine Fächer – große Wirkung?!

14.30– 18.00 Uhr
Workshop 1: Gemeinsam stark: Vernetzte Forschung und Lehre
Der Workshop beginnt mit drei Impulsvorträgen à 15 Minuten zu Best-Practice-Beispielen aus Forschungs- und Lehrprojekten, in denen Sammlungsinstitutionen mit Universitätsinstituten zusammengearbeitet haben. Schwierigkeiten und Herausforderungen sowie Erfolge sollen hier gleichermaßen hervorgehoben werden.
Anschließend finden sich Fokusgruppen zu verschiedenen Themen zusammen, um strukturbildende Maßnahmen für eine gute Kooperation in Forschung und Lehre zu erarbeiten.


14.30– 15.30 Uhr
Impulsvorträge
1. Ines de Castro, Linden-Museum (Stuttgart):
Vernetzte Forschung zwischen Museum und Universität
2. Beteiligte aus dem Projekt „Vernetzt lernen, forschen, vermitteln“:
Vernetzte Lehre zwischen Universität, Museum und Archiv
3. Judith Blume, Zentrale Kustodie der Universitätssammlungen (Frankfurt a.M.):
Nutzen und Ziele der universitären Lehre mit Sammlungen


15.30– 16.00 Uhr
Kaffeepause

16.00 - 18.00 Uhr
Workshops in Fokusgruppen
Themen der Fokusgruppen:
Moderation: N.N.
• Fokus Forschung: Welche Förderinstrumente eignen sich für die Unterstützung von kooperativer Forschung und Lehre? Was muss bei der Antragsstellung beachtet werden?
Moderation: Brigitte Heck (Badisches Landesmuseum, Karlsruhe)
• Fokus Forschung: Sammlungen und Museen erschließen aktuell intensiv die Grundlagen der Material Culture in Form von Objekt-, Sammlungs- und Provenienzforschung.
Welche Themen generieren sie daraus für eine innovative und gleichzeitig nachhaltige gemeinsame Forschung mit den Universitäten? Wo können diese andocken und welche aktuellen Herausforderungen können adressiert werden?
Moderation: Sabine Zinn-Thomas (Landesstelle für Volkskunde, Stuttgart)
• Fokus Lehre: Welche Lehrformate bieten sich an, um sowohl die Interessen der Sammlungsinstitutionen wie auch der Institute und der Studierenden abzubilden? Wie können sie curricular eingebunden werden? Inwiefern ist das Konzept des Service Learning hier zielführend?
Moderation: Maria Keil (Medizinhistorische Sammlung, Uni Würzburg)
• Fokus Lehre: Objektorientierte Lehre vs. themenorientierte Lehre: Was sind die didaktischen Vor- und Nachteile des jeweiligen Zuschnitts von Lehrveranstaltungen? Welche Ideen und Partnerschaften können für die Zukunft entwickelt werden?


18.00– 18.30 Uhr:
Pause


18.30– 20.00 Uhr
Öffentliche Diskussionsrunde
„Kleine Fächer – große Wirkung.
Wie nachhaltige Strukturen der Kooperation aussehen“
Anschließend Stehempfang


Freitag, 24. Mai


9.00– 12.00 Uhr
Workshop 2: Kleine Fächer – große Schätze: große Reichweite?
Der Workshop beginnt mit vier Impulsvorträgen à 15 Minuten mit Best-Practice-
Beispielen zu öffentlichkeitswirksamen Formaten, die Bestände aus der Sammlung oder
Forschungsergebnisse breitenwirksam präsentieren. Schwierigkeiten und Herausforderungen,
sowie vor allem notwendige strukturelle Maßnahmen zum Erfolg sollen hier
hervorgehoben werden. Es sollen Zielpublikum und Reichweite der Öffentlichkeitsarbeit
realistisch eingeschätzt werden, um zu erruieren, wo es sich nachhaltig lohnt, weiter in
öffentlichkeitswirksame Formate zu investieren bzw. wo Vernetzung Reichweiten verstärken
kann.


9.00– 10.30 Uhr
Impulsvorträge:
1. Johannes Bernhardt, Projektleiter Creative Collections, BLM (Karlsruhe):
Digitalisierung und Außenwirkung
2. Ira Spieker, Institut für Sächsische Geschichte und Landekunde (Dresden):
Öffentlichkeitswirksame Formate für unterschiedliche Zielgruppen
3. Ernst Seidl, Museum der Universität Tübingen:
Mediale Außenwirksamkeit und Sichtbarkeit
4. Dagmar Hänel, Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte
im Rheinland, Bonn: Stärke durch Vernetzung


10.30– 11.00 Uhr:
Kaffeepause


11.00– 13.00 Uhr:
Workshop in Fokusgruppen
Themen der Fokusgruppen:
Moderation: Matthias Möller (Universität Freiburg)
• Fokus online: Digitalisierung als strukturelle Basis zur Außenwirkung
Moderation: Andreas Neuburger (LEO-BW) (angefragt)
• Fokus online: Internetplattformen und Social Media
Moderation: Karin Bürkert (Universität Tübingen)
• Fokus offline: Raus aus dem Depot, raus aus dem Hörsaal: Ideen zum Out-reach und
Community Work
Moderation: N.N.
• Fokus offline: Gemeinsame Stärke durch Vernetzung: Welche Synergien sind möglich?


13.00– 14.00 Uhr:
Mittagspause


14.00– 16.00 Uhr
Abschluss
Zusammenführung der Ergebnisse aus den Fokusgruppen und Konzeption des
Ergebnispapiers
Abschließende Kommentare der OrganisatorInnen
Ablauf für beide Workshop-Blöcke:
• 3 – 4 Impulsvorträge (15 Min.) anschließend Zeit für kurze inhaltliche Nachfragen /
Diskussion in den Fokusgruppen
• Fokusgruppen mit verschiedenen Themenschwerpunkten
• Zusammenführung / Abschluss
Abschluss der Tagung durch die Zusammenführung der Ergebnisse aus den Workshops.

Kontakt

 

Nähere Informationen

Dr. Karin Bürkert

karin.buerkert[ at ]uni-tuebingen.de