Call for Papers: Tagung "Ko-Produktion von Ethnografie/Kultur- und Sozialwissenschaften und den performativen Künsten Anziehung und Abstoßung in transdisziplinären Forschungsprojekten"

Call for Papers für die Tagung "Ko-Produktion von Ethnografie/Kultur- und Sozialwissenschaften und den performativen Künsten Anziehung und Abstoßung in transdisziplinären Forschungsprojekten", die am 27. und 28.02.2020 an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt stattfindet. Einsendeschluss ist der 01.06.2019.

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Zusammenfassung

  • Was Call For PapersCall for Papers: Tagung "Ko-Produktion von Ethnografie/Kultur- und Sozialwissenschaften und den performativen Künsten Anziehung und Abstoßung in transdisziplinären Forschungsprojekten"
  • Wann bis (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Institut für Kulturanalyse, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Universitätsstraße 65-67, A-9020 Klagenfurt Österreich
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Beschreibung

Im Zuge und im Rahmen der Entgrenzung von zahlreichen Lebensbereichen finden zunehmend transdisziplinäre Forschungsprojekte zwischen den Künsten und verschiedensten akademischen Disziplinen statt. Dabei hat die künstlerische Forschung – verstanden als ein Forschen in und mit den Künsten –, auch im Feld der performativen Künste zu einer verstärkten Entwicklung von transdisziplinären Ko-Produktionen geführt (zur Definition des Begriffs von Ko-Produktion, vgl. Holfelder/Schönberger u.a. 2018). Hierbei adaptieren die Künste Verfahren der wissenschaftlichen Disziplinen, im Fall der Ethnografie (bzw. der Kultur- und Sozialwissenschaften ganz allgemein) sind dies Methoden der qualitativen Sozialforschung wie Recherchen, Beobachtungen, Interviews. Das gegenwärtige Interesse der Sozial- und Kulturwissenschaften an den Künsten wiederum, liegt in der den Künsten zugeschriebenen Fähigkeit, emotionale, sinnliche und ästhetische Wissensbestände zu aktivieren, implizites Wissen evident zu machen, Denkmuster aufzubrechen und Möglichkeitsräume zu eröffnen. Die Annahme der Wissenschaften besteht darin, dass Kunst, insbesondere die performativen Künste, dazu beitragen könnten, hegemoniale Diskurse in bestehenden Wissensordnungen nicht nur zu reflektieren und zu befragen, sondern auch aufzuheben bzw. zu verschieben.

In der geplanten Tagung sollen Projekte aus dem Feld der performativen Künste vorgestellt wer­den, die recherchebasiert vorgehen und/oder mit qualitativen empirischen Methoden arbeiten. Besonders erwünscht sind Projekte, die in Kooperation mit Ethnografen/ Sozialwissenschaft­ler*innen entwickelt wurden.

Ausgehend von den Klagenfurter Erfahrungen zur Ko-Produktion von Ethnografie und performativen Künsten – zuletzt im PEEK-FWF-Forschungsprojekt „Performing Reality“ (volksabstimmung.aau.at) – soll die Tagung dazu dienen, Ergebnisse zu präsentieren, zu diskutieren und sich zu vernetzen. Wir laden daher zu einem Austausch über Potenziale wie Grenzen des disziplinenübergreifenden Arbeitens ein. Hierbei interessieren nicht nur ‚gelungene‘ Kooperationen, sondern auch Abstoßungseffekte zwischen den Disziplinen. Die eigenen Erfahrungen sollen reflektiert und verglichen und epistemische Aprioris und methodologische Aspekte erörtert werden.

  • Dieser Call for Papers zu Potenzialen und Grenzen von Ko-Produktion (zwischen Ethnografie/Kultur- und Sozialwissenschaften und performativen Künsten) richtet sich insbesondere an Künstler*innen, Ethnograf*innen und andere Beiträger*innen (z.B. Grenzgäng*innen zwischen den akademischen Disziplinen, aber auch zwischen den Künsten und der Wissenschaft), die im Kontext der performativen Künste gemeinsam forschen und performative Kunstwerke erarbeiten, entwickeln oder aufführen.
  • Dieser Call for Papers ergeht an darüber hinaus an Forschenr*innen in kollaborativen Projekten, in denen ethnografische und künstlerische Forschung gemeinsam durchgeführt werden. Wir bitten Wissenschaftler*innen (insbesondere Ethnograf*innen, aber auch Kultur- und Sozialwissenschaflter*innen), die in kollaborativen Settings mit Künstler*innen auf performative Elemente für ihre Analyse zurückgreifen um Vorschläge für einen Beitrag.
  • Dieser Call for Papers ergeht ebenso an Künstler*innen in den performativen Künsten, die sich auf ethnographische Methoden (mit und ohne fachwissenschaftlichen Backbone) stützen.

Wir möchten darauf hinweisen, dass die Vorträge bei der Tagung bereits in publizierbarer Form vorliegen sollen.

Bitte schicken Sie Abstracts bzw. Projektbeschreibungen bis zum 1.6.2019 an

Dr. Bernd Liepold-Mosser/Dr. Ute Holfelder, FWF-Projekt Performing Reality, Institut für Kulturanalyse, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Universitätsstraße 65-67, A-9020 Klagenfurt

ute.holfelder@aau.at

Literatur:

Holfelder, Ute/ Klaus Schönberger/ Thomas Hengartner/ Christoph Schenker (Hrsg.) (2018), Kunst und Ethnografie – zwischen Ko-operation und Ko-Produktion? Anziehung – Abstoßung – Verwicklung: Epistemische und methodologische Perspektiven. Zürich: Chronos.

Kontakt

Nähere Informationen

Dr. Bernd Liepold-Mosser/Dr. Ute Holfelder

ute.holfelder[ at ]aau.at

Dokumente senden an

Dr. Bernd Liepold-Mosser/Dr. Ute Holfelder

ute.holfelder[ at ]aau.at