Konferenzen – Tagung/Konferenz

Mirror Me - Bildproduktionen kultureller Vielfalt im Museum

Das Symposium des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig „Mirror Me – Bildproduktionen kultureller Vielfalt im Museum“ fragt nach Formen der Visualisierung und Darstellbarkeit von kultureller Vielfalt im Museum. Es findet am 16. April in der alten Börse in Leipzig statt. Anmeldeschluss ist der 28. März 2018.

  • Zeitraum: 16.04.2018 – 16.04.2018
  • Institution: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
  • Ort: Leipzig / Deutschland
  • Anmeldung bis: 28. März 2018 Anmeldungstermin beachten
  • Anmeldung bei: info[at]mirrorme-symposium.de

Das Symposium „Mirror Me – Bildproduktionen kultureller Vielfalt im Museum“ fragt nach Formen der Visualisierung und Darstellbarkeit von kultureller Vielfalt im Museum. Als bildgewordenes Resultat kuratorischer Auswahl- und Anordnungsstrategien ist die Ausstellung ein wahrnehmungsprägendes Bildmedium, dessen visuelles Narrativ kritisch hinterfragt werden muss. In drei Panels und anschließenden Diskussionsrunden wollen die Veranstalter_Innen das Framing von kultureller Vielfalt in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken und eine institutionskritische Debatte fortführen. Museen sind als öffentliche Institutionen von Fragen der angemessenen Repräsentierbarkeit einer sich zunehmend diversifizierenden Gesellschaft besonders betroffen und herausgefordert, eine antidiskriminierende Bildungsarbeit zu leisten. Diversität wird jedoch nicht selten auf Zuwanderung reduziert und „Migrant_Innen“ als „die Anderen“ konstruiert.

Mit vermeintlich typischen Objekten wie dem Koffer oder einem Reisepass werden fast ikonenhafte Darstellungen von Migrant_Innen in einer Migrationsgesellschaft produziert, die in einem Schwellenzustand (rite de passage) eingefroren zu sein scheinen. Gemeinsam mit den Referent_Innen lädt das Symposium alle Interessierten ein, nach den Strategien, Formen und Gestaltungsmitteln zu fragen, die das Fortschreiben von starren Stereotypen und Asymmetrien verhindern können.

Wie sollen gängige Präsentationsweisen dekonstruiert und reflektiert werden, sodass multiperspektivische Zugänge möglich werden? Können museale Ausstellungen einen dritten Raum eröffnen, in dem Identitätsbestimmungen fern von Hierarchien auch Differenz zulassen?

Programm


9 Uhr - Registrierung

9:30 – 10:15 Uhr

BEGRÜSSUNG
DR. VOLKER RODEKAMP, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig

GRUSSWORTE
DR. INGOMAR LORCH, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

EINFÜHRUNG
MAGDALENA PALUSKA und HELENA WEBER, Stipendiatinnen im Museumsprogramm „Kulturelle Vielfalt und Migration“

10:15 – 12 Uhr - Panel 1

TIM WOLFGARTEN
(Universität zu Köln)
Themenausstellungen zu Migration – ein Rückblick auf die Bilder einer 45-jährigen Ausstellungsgeschichte

NATALIE BAYER
(FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Berlin)
Heute, Hier, Jetzt: Eine antirassistische Museologie der Migrationsgesellschaft

Panelgespräch

12 – 13:30 Uhr - Mittagspause

13:30 – 15:15 Uhr - Panel 2

DR. NATASHA A. KELLY
(Freie Kuratorin und Autorin, Berlin)
Visuelle Kolonialität: Ich sehe was, was Du nicht siehst!

SUSANNE WERNSING
(Deutsches Hygiene-Museum, Dresden)
Grenzen von Differenz. Rassenkonstruktionen und Gegenbilder in der Ausstellung „Rassismus. Die Erfindung von Menschenrassen“

Panelgespräch

15:15 – 15:45 - Kaffeepause

15:45 – 16:45 Uhr - Panel 3

PROF. DR. BENJAMIN MEYER-KRAHMER
(Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig)
Zeigen, Präsentieren, Repräsentation zwischen Theorie und Praxis

NANETTE SNOEP
(Staatliche Ethnografische Sammlungen Sachsen)
Vielfalt von Wissen und Visionen abbilden. Berücksichtigung von Subjektivität, persönlichen Geschichten und Interpretationen in der musealen Praxis

DR. THORSTEN HEESE
(Museumsquartier, Osnabrück)
„Glokalgeschichte“ ins Museum! Sollte Stadtgeschichte heute als lokale Weltgeschichte präsentiert werden?

17 – 17:30 Uhr - Abschlussdiskussion

Weiterführende Links:

http://mirrorme-symposium.de/#startseite

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