Conferences – Call for Papers

Sexualität und Konsum – 18. bis 21. Jahrhundert

Die Tagung „Sexualität und Konsum“ findet vom 23. - 24. November 2018 an der Universität Wien statt. Willkommen sind Tagungsbeiträge bis zum 30.04.2018, die sich den Problemstellungen der Tagungen in theoretischer, methodologischer und/oder empirischer Weise bzw. aus einer historischen und/oder kultur- und sozialwissenschaftlichen Perspektive nähern.

  • Date: 23.11.2018 – 24.11.2018
  • Institution: Universität Wien
  • Location: Wien / Österreich
  • Additional documents: Abstract (3000-4000 Zeichen)
  • Documents to: mario.keller[at]univie.ac.at

Für heutige (westliche) Gesellschaften liegt es auf der Hand, dass Sexualität und Konsum ein enges wechselseitiges Verhältnis eingegangen sind. Unsere sexuelle Lebenswelt ist ausgestattet mit kommerziellen Gütern und Dienstleistungen, welche die Vorstellungen und Wünsche, aber auch das Handeln prägen und beeinflussen. Umgekehrt existieren kaum Waren und Dienste, die eine Aufladung durch sexualisierte Medien- und Produktkommunikation ausschließen.

Die Tagung „Sexualität und Konsum“ stellt die Genese dieser Interaktion seit dem 18. Jahrhundert in den Mittelpunkt und fokussiert vor allem auf Formen von Hybridisierung. Mit Sexualität und Konsum stellt sie zwei schillernde Begriffe in den Mittelpunkt, über deren Definition, Bedeutungsfelder und Synthese sich trefflich diskutieren lässt. In der deutschen Sprache haben sie sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts etabliert, in anderen europäischen Sprachen tauchen sie bereits im 18. Jahrhundert auf. Die Tagung wird daher zu einer Genealogie des historischen Zusammenspiels von Sexualität und Konsum beitragen und einen Zeitraum vom 18. bis ins 21. Jahrhundert in den Blick nehmen.

Folgende Problem- und Themenfelder erscheinen uns besonders relevant:

  1. theoretische und konzeptionelle Überlegungen darüber, wie Sexualität und Konsum vom 18. bis in das 21. Jahrhundert zusammengedacht und inter- bzw. transdisziplinär erforscht werden können.
  2. empirische Fallstudien, unter Berücksichtigung von
  • a) Sexualisierung des Körpers und seiner ‚Hüllen’ durch Konsumobjekte (u.a. Performanz, Agency, Blickkulturen, Technologien der ‚sexiness’).
  • b) Entstehen hybrider/neuer Sexual- und Konsumformen.
  • c) das Zusammenspiel von Sexualität und Konsum in Praktiken und Diskursen mit dem Ziel der Produktivitäts- und Leistungssteigerung sowie Gesundheitsförderung.
  • d) Orte, Dinge und Medien, welche die Sexualität konsumierbar machen und den Konsum sexualisieren.
  • e) Untersuchungen, die ihren Schwerpunkt auf Erscheinungsformen von Intersektionalität (Gender, sexuelle Orientierung, Alter, Klasse, ‚race’/Ethnizität, Disability) im Verhältnis von Sex und Konsum legen.
  • f) öffentliche und private Erscheinungsformen sexualisierter Konsumpraktiken und kommodifizierter Sexualpraktiken.
  • g) eine Historisierung der Kritik an der Kommerzialisierung des Sexuallebens und der Sexualisierung der Warenwelt.


Willkommen sind Tagungsbeiträge, die sich diesen und verwandten Problemstellungen in theoretischer, methodologischer und/oder empirischer Weise bzw. aus einer historischen und/oder kultur- und sozialwissenschaftlichen Perspektive nähern. Insbesondere adressieren doe Organisator*innen die Geschichtswissenschaften, Sexualwissenschaft, Soziologie, Europäische Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie, Kommunikations- und Medienwissenschaft, Sprach- und Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte.

Senden Sie ein Abstract (3000-4000 Zeichen) an mario.keller[at]univie.ac.at
Einsendeschluss: 30.4.2018

Additional links:

https://wirtschaftsgeschichte.univie.ac.at/

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