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Zur Bedeutung der Kulturwissenschaften für die Medizin

Symposium des Instituts für Geschichte der Medizin, Justus-Liebig-Universität Gießen am 25. Oktober 2017 im Medizinisches Lehrzentrum (MLZ), Universitätsklinikum, Klinikstraße 29, Gießen.

  • Date: 25.10.2017 – 25.10.2017
  • Institution: Universität Gießen
  • Location: Gießen / Deutschland
  • Sign up with: geschmed[at]histor.med.uni-giessen.de // (+49) 0641 99 - 47701

Die Medizin der Gegenwart ist in ihrem Krankheitsverständnis, in Wissensbeständen und Handlungsweisen auf den kranken Körper des Menschen hin ausgerichtet. Ihre Verfahrensweisen sind an Naturwissenschaften und Statistik orientiert. Der kranke Mensch als Mensch, mit seiner Subjektivität, Biografie und seinen sozialen Beziehungen ist in der Produktion und Vermittlung von medizinischem Wissen weitgehend an den Rand gerückt, ebenso die kulturellen Kontexte und damit die Prämissen der Wissensproduktion selbst. Die Frage, ob und in welcher Weise die Kulturwissenschaften in dieser Situation eine essenzielle Ergänzung darstellen können, mit einem eigenem Fundus an Begriffen, Methoden, Wissensbeständen und einem für wissenschaftliches Handeln konstitutiven Anregungspotenzial zur Selbstreflexion in der Medizin, ist Thema des Symposiums.

Um Anmeldung wird gebeten: geschmed[at]histor.med.uni-giessen.de // (+49) 0641 99 - 47701

Programm

11:00 – 12:45

Begrüßung und Einführung
Volker Roelcke

Bodylotion aus dem Kulturbeutel: Was Körpergeschichte und Kulturwissenschaften zur Medizin beitragen
Werner Bartens (München)

Kulturwissenschaftliche Ansätze in Psychiatrie und Psychotherapie
Andreas Heinz (Berlin)

Popkultur im Wechselspiel mit Medizin und ihre Bedeutung in Therapie und Forschung
Heiner Fangerau (Düsseldorf)

12:45 – 14:00 Pause

14:00 – 15:30

"Fleisch am Knochen"- die Wichtigkeit eines kulturwissenschaftlich vertieften Verständnisses der Medizin aus ethischer Perspektive
Tanja Krones (Zürich)

Kulturwissenschaften in der Kardiologie, oder: Der Arbeitstag eines Assistenzarztes
Jochen Dutzmann (Hannover)

Literaturwissenschaft im Medizinstudium: Ein Feldversuch
Joachim Jacob (Gießen)

15:30 – 16:00 Pause

16:00 – 17:30

Diagnose „Rechtlosigkeit“: Medizinethnologische Einblicke in die gesundheitlichen Konsequenzen von Asyl- und Aufenthaltsstatus in Deutschland
Michael Knipper (Gießen)

Multiple efficacies: three different medical anthropological approaches to treatment evaluation
Elisabeth Hsu (Oxford)

Patient Avatars und das vergessene Können Heilkundiger
Cornelius Borck (Lübeck)

17:30 – 17:45 Pause

17:45 – 18:30

Podiums- und Abschlussdiskussion

Walter Bruchhausen (Köln), Johannes Kruse (Gießen),
Dirk van Laak (Leipzig), Nicolas Pethes (Köln)
Moderation: Werner Bartens (München)

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Werner Bartens
Süddeutsche Zeitung, München

Cornelius Borck
Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung, Universität zu Lübeck

Walter Bruchhausen
Institut für Geschichte, Ethik und Theorie der Medizin, Universität zu Köln

Jochen Dutzmann
Klinik für Innere Medizin / Kardiologie,
Medizinische Hochschule Hannover

Heiner Fangerau
Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Universität Düsseldorf

Andreas Heinz
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charité Universitätsmedizin Berlin

Elisabeth Hsu
Institute of Social and Cultural Anthropology, University of Oxford

Joachim Jacob
Professur für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Allgemeine Literaturwissenschaft, Universität Gießen

Michael Knipper
Institut für Geschichte der Medizin, Universität Gießen

Tanja Krones
Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte, Universität Zürich

Johannes Kruse
Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Gießen-Marburg, Standort Gießen

Dirk van Laak
Historisches Seminar, Universität Leipzig

Nicolas Pethes
Institut für deutsche Sprache und Literatur, Universität zu Köln

Volker Roelcke
Institut für Geschichte der Medizin, Universität Gießen

Additional links:

http://www.uni-giessen.de/fbz/fb11/institute/histor

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