Conferences – Call for Papers

„Stadt- und Konsumgeschichte“

Im Rahmen eines mehrjährigen Projekts erforschen Wissenschaftler_innen der Universität Wrocław und des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa die Konsumgeschichte der schlesischen Metropole Breslau/Wrocław im 19. und 20. Jahrhundert . Im Kontext dieses interdisziplinären Forschungsvorhabens ist eine Tagung geplant.

  • Date: 23.11.2017 – 24.11.2017
  • Institution: Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
  • Location: Görlitz / Deutschland
  • Documents to: Dr. Łukasz Bieniasz (lukasz.bieniasz[at]o2.pl), Dr. Heinke Kalinke (heinke.kalinke[at]bkge.uni-oldenburg.de) oder PD Dr. Tobias Weger (tobias.weger[at]bkge.uni-oldenburg.de)

In (Groß-)Städten kristallisieren und potenzieren sich gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Veränderungen in besonderer Weise und machen sie zum Experimentierfeld für Veränderungen, zu Seismographen für gesellschaftliche Entwicklungen und kulturelle Neuerungen und zu Vorreitern der Modernisierung.

Die Konsumgeschichte als gegenwärtig expandierendes Feld der Kultur- und Geschichtswissenschaften ermöglicht die integrative Erforschung wirtschaftlicher, politischer, sozialer und kultureller Phänomene und Aspekte von Gesellschaften.

Im Rahmen eines mehrjährigen Projekts erforschen Wissenschaftler*innen der Universität Wrocław und des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa die Konsumgeschichte der schlesischen Metropole Breslau/Wrocław im 19. und 20. Jahrhundert (www.bkge.de/Projekte/Konsumgeschichte/) .

Im Kontext dieses interdisziplinären Forschungsvorhabens ist am 23./24. November 2017 in Görlitz eine Tagung geplant, auf der Urbanität und Massenkonsum als zwei wichtige Kennzeichen der Moderne anhand aktueller Forschungen enger als bisher miteinander verknüpft werden sollen. Denn obwohl städtische Einrichtungen wie Warenhäuser sehr häufig räumliche Bezugspunkte konsumhistorischer Untersuchungen zu einzelnen Phänomenen oder Epochen sind, steht die explizite Darstellung von Stadtgeschichte als Konsumgeschichte erst am Anfang, selbst im angelsächsischen Bereich, in dem die Konsumgeschichte auf eine längere und dichtere Tradition zurückblickt.

Die geplante Tagung will neben theoretischen und methodischen Überlegungen konkrete Forschungsarbeiten aus dem Schnittfeld von Konsum- und Stadtgeschichte vorstellen. Den Beiträgen sollte ein breiter Konsumbegriff zugrunde liegen; der regionale Fokus der Tagung liegt auf Zentral- und Osteuropa, der zeitliche Rahmen umfasst das 19. und 20. Jahrhundert.

Vorträge sind u. a. zu folgenden Themenfeldern möglich:

  • Lokalisierung von Konsum im städtischen Raum: Einkaufsorte, -viertel, -routen,
  • Stadtbild und Konsum: Außenwerbung und Architektur,
  • Konsum und Stadtmarketing,
  • städtische Konsummilieus und öffentlicher urbaner Raum
  • Konsumerwartungen und -verhalten städtischer Konsumenten(gruppen) (auch Protestverhalten, Lobbyismus),
  • städtische Konsumpolitiken,
  • Freizeitkonsum, Vergnügungskultur,
  • alternative Konsummodelle (z. B. Genossenschaften) und Konsumkritik,
  • Stadt und Umland: Distribution und Diffusion von Diskursen, Waren und Dienstleistungen.

Veranstalter:

Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa in Zusammenarbeit mit dem Institut für Germanistik der Universität Wrocław.

Tagungsort:

Schlesisches Museum zu Görlitz, Untermarkt 4, 02826 Görlitz, www.schlesisches-museum.de

Geplant ist eine Arbeitstagung, daher sollten die Referate 20 Minuten Dauer nicht überschreiten.

Reise- und Übernachtungskosten werden übernommen.

Vorschläge mit Abstract (ca. 0,5 Seiten), CV und Angaben zu derzeitigen Arbeitsschwerpunkten bitte bis zum 31.07.2017 an Dr. Łukasz Bieniasz (lukasz.bieniasz[at]o2.pl), Dr. Heinke Kalinke (heinke.kalinke[at]bkge.uni-oldenburg.de) oder PD Dr. Tobias Weger (tobias.weger[at]bkge.uni-oldenburg.de).

Additional links:

http://www.bkge.de/Projekte/Konsumgeschichte/

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