Conferences – Call for Papers

under.docs - Fachtagung zu Kommunikation. (Deutungs-)Macht des Öffentlichen

Dritte Fachtagung des Vereins zur Förderung von NachwuchsforscherInnen der Geistes- und Sozialwissenschaften under.dogs in Wien.

  • Date: 19.10.2017 – 21.10.2017
  • Institution: Universität Wien
  • Location: Wien / Österreich
  • Documents to: call.underdocs[at]univie.ac.at
  • Contact: underdocs[at]univie.ac

Hohe Einstiegsbarrieren, prekäre Arbeitsverhältnisse und eine schwierige Förderungslage erschweren es dem wissenschaftlichen Nachwuchs, in der scientific community Fuß zu fassen. Dem gilt es entgegenzuwirken! Daher veranstaltet das under.docs-Team die dritte Fachtagung, die 2017 von 19. bis 21. Oktober an der Universität Wien stattfinden wird.

Die von Studierenden organisierte Tagung richtet sich an Studentinnen vor und auf prae doc-Niveau, die sich aus sozial- und/oder geisteswissenschaftlicher Perspektive mit dem Themengebiet der „(Deutungs-)Macht des Öffentlichen” auseinandersetzen und an einer wissenschaftlichen Karriere interessiert sind. Jungwissenschaftlerinnen und Student*innen soll damit die Möglichkeit geboten werden, abgeschlossene oder laufende Bachelor- bzw. Masterarbeiten, Dissertationen oder andere wissenschaftliche Projekte, Seminar- und Forschungsarbeiten vorzustellen, zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Die Tagung ist eine Plattform für junge Wissenschaft und setzt sich in einem integrativen Umfeld mit dem diesjährigen Tagungsthema „(Deutungs-)Macht des Öffentlichen“ auseinander. Wesentlich ist dabei der produktiv-wertschätzende und professionelle Austausch, der auch Möglichkeiten zur Vernetzung über die Veranstaltungstage hinaus bietet.

Für die zweitägige Vortrags- und Diskussionsreihe freuen sich die Organisatoren auf Einreichungen, die unterschiedlichste Aspekte im Kontext des Tagungsthemas beleuchten, gerne auch mit inter- und transdisziplinärem Fokus oder unkonventionellen, kritischen und/oder feministischen Forschungszugängen. Dabei soll der thematische Schwerpunkt der Fachtagung gemeinsame Blickwinkel ermöglichen. Das Thema kann sowohl als inhaltlich-theoretischer wie auch als methodischer oder methodologischer Ausgangspunkt begriffen werden.

Eine Auswahl möglicher Themenbereiche, die inspirieren, aber keinesfalls einschränken sollen, lautet wie folgt:

Spannungsfeld öffentlich-privat

Relevanz von öffentlichem Austausch für Gesellschaften - Aufbrechen der konstruierten Dichotomie Öffentlichkeit-Privatheit - Geschlechterstrukturen - Wirkungsforschung im Feld öffentlicher Kommunikation und ihre Effekte auf private Subjekte - Privatsphäre - vermeintlich private Themen im öffentlichen Diskurs - Social Media und Implikationen für (Teil-)Öffentlichkeit - ...

Auseinandersetzung um Öffentlichkeit bzw. Gegenöffentlichkeiten

Verhältnis zwischen Öffentlichkeit und Gegenöffentlichkeiten - (gesellschafts-)politischer Aktivismus - alternative Medien - Interessen, Strategien und Taktiken sowie Wirkung von Gegenöffentlichkeiten - Deutungskämpfe - Konzeptionen von (Gegen-)Öffentlichkeiten im Kunst- und Kulturbetrieb - utopische Gegenentwürfe - ...

Fragmente des Öffentlichen

Teilöffentlichkeiten - Filterblasen und Echoräume - Kategorien und soziale Gruppen – Selbst- und Fremdbilder in ihrer Abhängigkeit zueinander - Identität(en) - Konfliktlinien und Brüche - transnationale und transkulturelle Öffentlichkeiten - Fragmentierte Wahrnehmungen von Öffentlichkeit durch den Einsatz von Augmented Reality-Technologien - ...

Öffentlichkeit als politisches Forum

Öffentlichkeit zwischen Staat und Zivilgesellschaft - Partizipation - Macht, Ideologie und Diskurs- Entwicklungen von politischer Zuständigkeit und gesellschaftsrelevanter Verantwortlichkeit - Konsens und Dissens in der Öffentlichkeit - Auftreten von politischen Akteur*innen - Transparenz und Korruption - journalistische Deutungsmacht in politischen Aushandlungsprozessen - ...

Macht, Öffentlichkeit und Forschung

Wechselbeziehung von Öffentlichkeit und Wissenschaft - Machtstrukturen und Deutungshoheiten in der Wissenschaft - Exklusionen und Inklusionen - Kritik an hegemonialen Forschungszugängen und Alternativen - partizipative Forschung - Reflexion des forschenden Subjekts - ...

Macht(strukturen), Herrschaft und Öffentlichkeit im Wandel

Begriffsgeschichte - Normen und Normierungen in der Öffentlichkeit - Kontinuitäten und Diskontinuitäten - Erinnerungsorte und Gedächtniskulturen - Deutungsverschiebungen - Archive des (Nicht-)Öffentlichen - Historiographische Deutungshoheit - Narrative und Fakten - Propaganda als systematischer Versuch der gelenkten Deutung -...

Inwertsetzung von Öffentlichkeit

Ökonomisierung und Privatisierung des Öffentlichen - Mehrwert von Öffentlich-Rechtlichem - Vermarktung von privaten Daten - “Die beste Erzählung gewinnt” - Wettbewerb um Aufmerksamkeit - ...

Sichtbarkeit und Repräsentation

Sichtbarkeits- und Sagbarkeitsfelder - Chancen und Risiken von Sichtbarkeit - öffentliche Repräsentation verschiedener Personengruppen - Öffentlichkeit und Othering - postkoloniale Zugänge - Journalistinnen als Gatekeeperinnen des Öffentlichen - Möglichkeiten der Selbstrepräsentation im WWW - ...

INFORMATIONEN UND HINWEISE ZUR EINREICHUNG

Einreichungen sind für Lang- und Kurzvorträge oder alternative Präsentationen möglich. Für die Langvorträge stehen 20 Minuten zur Verfügung, im Anschluss wird eine etwa 15-minütige Diskussion stattfinden. Für die Kurzvorträge sind maximal 10 Minuten vorgesehen, die anschließende Diskussion umfasst ebenfalls eine Dauer von etwa 10 Minuten. Mit den alternativen Präsentationen möchten wir neben klassischen Vorträgen die Möglichkeit bieten, Forschungsergebnisse und -erfahrungen auf eine kreative Weise, etwa in Form von performativen, bildhaften, plastischen oder anderen künstlerischen Darstellungen zu bearbeiten. Die Dauer der alternativen Präsentationen ist von den Rahmenbedingungen abhängig und daher nicht vorgegeben, auch hier ist eine etwa 10 bis 15-minütige Diskussion eingeplant.

Die einzureichenden Extended Abstracts in deutscher oder englischer Sprache, sollen einen Umfang von 4.000 – 6.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen, exklusive Literaturverzeichnis, Abbildungen und Tabellen) aufweisen. Sie sollen ein abnehmbares Deckblatt mit Vortragstitel, Art der Einreichung (Lang-/Kurzvortrag, alternative Präsentation), Name und akademischem Titel, bisherige und aktuelle Studien (Bachelor-, Master- und/oder Doktoratsstudium) samt Institut und Universität sowie Kontaktangaben enthalten. Optional kann auch die Anzahl der bereits studierten Semester angegeben werden. Im Fall einer alternativen Präsentation sollen außerdem die Rahmenbedingungen und benötigte Infrastruktur bekannt gegeben werden. Genaue Angaben zu den Formalkriterien siehe unter underdocs.univie.ac.at/einreichung.

PEER REVIEW

Alle Einreichungen werden einem anonymisierten Peer-Review-Verfahren unterzogen, in dem folgende Kriterien berücksichtigt werden: Bezug zum Tagungsthema, Qualität der theoretischen Fundierung, Relevanz und Originalität der Fragestellung, Angemessenheit der Methode bzw. Vorgehensweise, Prägnanz der Darstellung, sprachlicher Reflexionsgrad und Einhaltung der formalen Kriterien. Bereits publizierte Forschungsarbeiten können, sofern keine neue Perspektive eingenommen wird, nicht für die Vortragsreihe angenommen werden.

Die Extended Abstracts können bis zum 10. Juli 2017 ausschließlich als pdf-Dokument in elektronischer Form an folgende Emailadresse eingereicht werden: call.underdocs[at]univie. ac.at. Die Ergebnisse des Peer-Review-Verfahrens werden voraussichtlich bis Ende August 2017 bekanntgegeben.

Additional links:

http://underdocs.univie.ac.at/

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