Conferences – Call for Papers

Migrationsprozesse und Kulturtransfer. Deutsche und polnische Kontexte im Rahmen des Klaus Zernack Colloquiums

Das Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften richtet unter der Koordination von Dr. Malgorzata Stolarska-Fronia eine Vortragsreihe zum Thema "Migrationsprozesse und Kulturtransfer. Deutsche und polnische Kontexte" aus.

  • Date: 01.04.2017 – 30.03.2018
  • Institution: Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften
  • Location: Berlin / Deutschland
  • Documents to: malgorzata.stolarska-fronia[at]cbh.pan.pl

Das Klaus Zernack Colloquium ist eine monatlich stattfindende Vortragsreihe des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften (CBH PAN). Es wird gemeinsam von Prof. Michael G. Müller (Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Prof. Robert Traba (CBH PAN) und Prof. Igor Kakolewski (CBH PAN) geleitet. Ziel des Colloquiums ist es, Historikerinnen und Historiker sowie Vertreterinnen und Vertreter benachbarter Disziplinen eine Diskussionsplattform für ihre laufenden Forschungsprojekte zu bieten.

In der Saison 2017/2018 widmet sich das Klaus Zernack Colloquium deutschen und polnischen Migrationserfahrungen. Die Ursachen für und der Verlauf von Migration sowie die Integration von Migrantinnen und Migranten sind bereits in einer umfangreichen Fachliteratur behandelt worden. Im Rahmen der Vortragsreihe möchten wir nun an die Resultate aus den Forschungen zur Beziehungsgeschichte unterschiedlicher Nationen und Ethnien im Sinne Klaus Zernacks anknüpfen. Wir sind der Überzeugung, dass eine interdisziplinäre, multilaterale Herangehensweise ein ungeheures Potenzial für die Migrationsforschung birgt. Daher möchten wir Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Geistes- und Sozialwissenschaften einladen, ihr Paper einzureichen.

In Anbetracht der Vielzahl wichtiger Fragestellungen in diesem breiten Themenbereich möchten wir den Fokus unserer Diskussion insbesondere auf einige folgende Probleme richten, so etwa:

  • die Möglichkeiten und Bereitschaft der Migrantinnen und Migranten, sich in die neue Situation zu integrieren;
  • ihr Wille und die Möglichkeit zur Pflege der eigenen Kultur, Sprache und Konfession;
  • das Verhältnis der lokalen Bevölkerung zu den Neuankömmlingen sowie das Verhältnis der Emigrantinnen und Emigranten zur Bevölkerung des Aufnahme- sowie ihres Herkunftslandes.

Es geht uns hier nicht um eine Definition konkreter Migrationswellen und der sie definierenden Charakteristika, oder darum, die Ursachen von Migration genauer zu beleuchten. Unser Anliegen ist es vor allem, den Einfluss zu analysieren, den Migrationen auf kulturelle und gesellschaftliche Veränderungen sowohl in der Aufnahme- als auch in der Herkunftsgesellschaft haben. Mit anderen Worten - in welchen Bereichen führen Migrationen Kulturtransfers und kulturelle Veränderungen herbei? Auf welche Weise, wie häufig und zu welchem Ziel nahmen bzw. nehmen Migrantinnen und Migranten Kontakt zu ihren Herkunftsländern auf? Trugen bzw. tragen sie auch zu einem Kulturtransfer in ihr Herkunftsland bei? Dies sind nur einige Beispielfragen, denen wir im Rahmen der Vortragsreihe nachgehen möchten - wir freuen uns aber auch über Ausbauvorschläge dieses Fragenkatalogs.

Aus diesem Grunde legen wir auch keine Zäsur für die zu behandelnde Thematik fest, sondern möchten zur Einsendung von Vortragsvorschlägen aus unterschiedlichen Epochen und Disziplinen einladen. Ferner möchten wir auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einladen, die sich mit Re-Migrationen und den Beziehungen unterschiedlicher Gruppen von Migrantinnen und Migranten untereinander befassen.

Bitte senden Sie Ihre Abstracts in deutscher Sprache (ca. 1.500 Zeichen), einen kurzen wissenschaftlichen Lebenslauf sowie Angaben zu Kontakt und Affiliation per Email.

Praktische Informationen:

  • Die Referate werden aus den eingesandten Beiträgen ausgewählt.
  • Die Vortragsreihe ist für den Zeitraum von April 2017 bis März 2018 vorgesehen.
  • Es handelt sich um offene Vorträge, die jeden zweiten Dienstag im Monat um 19.00 Uhr in der Bibliothek des CBH PAN stattfinden.
  • Die Vorträge (ca. 40 Minuten) werden von eingeladenen Fachexpertinnen und -experten kommentiert.
  • Vor der Präsentation sollte ein Abstract von 2-3 Seiten eingereicht werden.
  • Die Vorträge werden in deutscher Sprache gehalten; in begründeten Fällen ist es auch möglich, den Vortrag in englischer Sprache zu halten, wobei ein passives Verständnis des Deutschen vorausgesetzt wird.
  • Eine Unterkunft wird gewährleistet; Reisekosten werden erstattet.

Additional links:

http://www.cbh.pan.pl/de

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